Übersicht:

20.03.2006Post aus Karengera Infos über Schule, Schülerzahlen, Lehrerzahlen...
Juli 2006Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über unsere Schule und das Schulfest im Juli 2006
14.05.2007Post aus Karengera von der Klasse 2 a Infos über die Klasse 2 a, deren Essen, Staatstrauertag in Ruanda, Weihnachtsfeier, Schuljahresablauf, Infos zu einzenen Kindern
14.05.2007Post aus Karengera von der Klasse 6 b Infos über Schuljahr und Schultag, Unterrichtssprache,...
November 2007Post aus Dietersheim/Sponsheim an das Kollegium Infos über das Sportfest mit Sponsorenlauf für Ruanda,
November 2007Post von der Klasse 3a Dietersheim/Sponsheim an die Schüler in Ruanda Bericht über Essen der deutschen Kinder, das Weihnachtsfest, das St. Martinsfest,..
10.06.2008Post aus Karengera von der Jahrgangsstufe 6 Bericht über das Trimesterende, Landwirtschaft, Fischfang, Schulkleidung,...
10.06.2008Post aus Karengera von der Jahrgangsstufe 3 Infos über Geburt, Taufe und Hochzeit in Ruanda
Oktober 2008Post von der Klasse 3a Dietersheim/Sponsheim an die Schüler Infos zu unserer Schule, Berufe der Eltern, den Flohmarkt am Schulfest,...
18.05.2009Post aus Karengera Infos über die Neuerungen des Schulsystems in Ruanda
18.05.2009Fragebogen zu der Situation der weiterführenden Schulen in Ruanda Fragen zu Schülern, Lehrern, Schulausstattung, Unterrichtsmaterial, Problemen,..
29.09.2009Post aus Karengera Neuer Name der Schule "GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA"
Oktober 2009Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über das Schuljahr an der Grundschule Dietersheim/Sponsheim, die Prokjektwoche, den Solidaritätsmarsch
08.03.2010Post aus Karengera Infos zu dem System "Bildung für alle"
25.05.2010Post aus Karengera Infos über Aktivitäten im sozial Bereich (Hilfe für verwaiste Familien und die bedürftigen im Dorf...)
24.10.2010Post aus Karengera Infos über das Weihnachtsfest in Ruanda
November 2010Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über unsere Ruanda-Themen-Woche in der Schule und den Spendenmarsch
  Post aus KarengeraSchülerarbeiten und Bilder
August 2011Post aus Dietersheim/Sponsheim Infos über Fastnacht
September 2011Post aus Karengera Aktivitäten während der Ferien
November 2011Post aus Dietersheim/Sponsheim Weihnachtsgrüße
November 2011Post aus Karengera Schülerarbeiten und Wünsche für ein gutes Jahresende



Brief aus Karengera/Gitwa, geschrieben im November 2011, angekommen Ende Dezember:

Liebe Kollegen, liebe Schüler und sehr geehrte Direktorin aus Bingen-Dietersheim,
wir danken Euch sehr für die schönen Zeichnungen und die Faschingsfotos, die ihr uns geschickt habt. Wir haben das Schuljahr 2011 gut beendet. Es war ausgezeichnet. Wir senden Euch Schülerzeichnungen zu frei gewählten Themen. Die Bilder zeigen Euch, was die Gedanken der Schüler zurzeit bewegt. Hoffentlich gefallen sie Euch.
Bis zum nächsten Mal und ein gutes Jahresende.

Bis bald
Die Kollegen und der Direktor der Karengera-Gitwa






Weihnachtspost an unsere Partnerschule

Bingen, 04.11.2011

Liebe Freunde aus Karengera,

wir grüßen Euch sehr herzlich! Wir haben Euren Brief genau am Tag unseres diesjährigen Solidaritätsmarsches für Eure Schule erhalten. Am 27. September haben wir in allen Klassen einen Thementag „Ruanda“ durchgeführt und am nächsten Tag sind wir wie im letzten Jahr auf einen nahegelegenen Hügel, den „Rochusberg“ gewandert. Die Eltern unserer Schüler und weitere Verwandte und Bekannte, sowie Kolleginnen haben diesmal 1.423 Euro gespendet, um Eure Schule zu unterstützen.

Wie geht es Euch? Wir sind jetzt mitten im ersten Halbjahr des Schuljahres 2011/12. Am 1. Februar beginnt das zweite Halbjahr. Im Oktober hatten wir zwei Wochen Herbstferien und kurz vor Weihnachten werden wir zwei Wochen Weihnachtsferien haben. Am 29.Juni 2012 endet das Schuljahr, dann gibt es sechs Wochen Sommerferien.

Da wir annehmen, dass unsere Post Euch im Dezember erreichen wird, haben wir das Thema „Weihnachten“ diesmal in den Mittelpunkt gestellt. Letztes Jahr habt Ihr uns ja berichtet, wie in Ruanda Weihnachten gefeiert wird.

Bei uns feiern nicht alle Familien auf die gleiche Weise Weihnachten, aber in den meisten Familien ist es so: Am späten Nachmittag gehen die Familien in die Kirche, die festlich geschmückt ist. Es gibt einen Gottesdienst zur Weihnachtsgeschichte, oft wird diese auch von Kindern als Rollenspiel aufgeführt. Danach werden Zuhause die Kinder beschert. Im Wohnzimmer steht ein Tannenbaum, der mit Lichtern, Sternen und bunten, glänzenden Glaskugeln geschmückt ist. Unter dem Baum liegen bunte Päckchen, in denen sich die Geschenke befinden. Die Kinder sind schon den ganzen Tag sehr aufgeregt, weil sie es kaum erwarten können, die Geschenke auszupacken. Meistens beschenken sich auch die Eltern und Großeltern und weitere Verwandte. Nach der Bescherung gibt es ein Festessen für die Familie. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag bekommen viele Familien Besuch von Verwandten, oder sie besuchen selbst ihre Verwandten.

Die Fahne, die Ihr uns letztes Jahr geschickt habt, hat uns übrigens so beeindruckt, dass sich die Klasse 4a diese zum Vorbild genommen hat, um Euch auch so ein schönes Geschenk zu machen. Die Klasse 2a hat Weihnachtsschmuck gebastelt. Wir dachten, vielleicht könnt Ihr die Anhänger an einer langen Schnur aufhängen.

Wir wünschen Euch von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2012!

Die Schüler und Lehrer aus Bingen-Dietersheim


Bastelarbeiten der Schülerinnen und Schüler aus Sponsheim und Dietersheim für Karengera



Post aus Karnegera, September 2011

Liebe Freunde aus Dietersheim, Rheinland-Pfalz, wir grüßen euch sehr herzlich!

Wie geht es euch und wie ist die Stimmung?

Wie weit seid ihr in eurem Schuljahr? Haltet durch bis zum Ende.

Unsere Ferien der Trockenzeit gehen gerade zu Ende. Das letzte Trimester des Schuljahres 2011 begann am 22.08.2011. Es ist ein sehr volles Trimester, da wir den Lehrstoff durchbekommen und alles was im laufenden Schuljahr gemacht wurde bewerten müssen, um die Schüler für das kommende Schuljahr den richtigen Jahrgangsstufen zuzuordnen.

Für die Schüler des sechsten Schuljahrs der Grundschule und für die Lehrer ist es eine anstrengende Zeit. Die Schüler haben 3 Tage lang Prüfungen ( „Staatsexamen“ ), um die Zulassung für die weiterführenden Schulen zu bekommen. Die Lehrer müssen sie also gründlich vorbereiten.

In den letzten beiden Monaten des Jahres gibt es große Ferien. Währenddessen gehen die schulischen Aktivitäten in der Freizeit weiter, denn es ist eine lange Zeit, die für die Schüler langweilig werden kann. Sie müssen sich in dieser Zeit erholen ohne die Lust am Lernen zu verlieren. Auch die Lehrer und die Schulbehörde müssen an mehreren Fortbildungen teilnehmen und das kommende Schuljahr vorbereiten. .

Im Laufe der nächsten Ferien werden wir Sporttreffen und Wandertage für Schüler und Lehrer organisieren, außerdem können die Schüler Musikinstrumente lernen. .

Für die Lehrer steht die Englischausbildung im Vordergrund. Englisch ist ab der 4. Klasse bis zur Universität die Unterrichtssprache. .

Wir wünschen euch angenehme Ferien wenn ihr welche habt. .


Eure Freunde der Groupe scolaire Karenga-Gitwa.

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Post aus Dietersheim/Sponsheim August 2011

Sehr geehrter Herr Direktor, liebe Kollegen, liebe Schüler,

am ersten Tag des neuen Schuljahres haben wir nach den sechswöchigen Sommerferien Ihr Paket mit der wunderbaren Ruandakarte, dem Modell der Schule und vielen schönen Zeichnungen erhalten. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Vielen Dank für das tolle Paket!

Heute schicken wir Euch unter anderem einige Fotos von unserer Fastnachtsfeier in der Schule. Fastnacht wird Ende Februar oder Anfang März gefeiert. Da geht bei uns der Winter zu Ende, der uns eine lange Zeit der Kälte und des Schnees beschert hat. Früher haben sich die Leute mit furchteinflößenden Masken verkleidet, um mit viel Lärm die Geister des Winters zu vertreiben, damit der Frühling endlich kommen kann.

Heute machen sich die Leute einen Spaß daraus, mit bunten Kostümen verkleidet durch die Straßen zu ziehen. Dabei wird Musik gespielt und getanzt. Die Kinder verkleiden sich als Hexen, Prinzessinnen, Cowboys oder etwas anderes. In der Schule feiern wir an einem Tag gemeinsam. Wir frühstücken zusammen und spielen lustige Spiele. Es wird auch getanzt und gesungen.

Gibt es bei Euch auch besondere Feste, die in der Schule gefeiert werden? Wir wüssten auch gerne, ob es ein bestimmtes Lied gibt, dass an der Schule oft gesungen wird. Es wäre schön, wenn Sie uns einen Liedtext und die passenden Noten dazu schicken könnten. Dann würden wir versuchen, das Lied von Ihrer Schule mit den Kindern zu singen.

Das Bilderbuch, das wir beigelegt haben, ist in der Klasse 2b am "Tag des Buches" entstanden, der im Mai stattgefunden hat. An diesem Tag hat sich jede Klasse mit Büchern beschäftigt. Viele Kinder haben ihr Lieblingsbuch vorgestellt und sie haben gelernt, welche Arten von Büchern es gibt und wozu man sie braucht.

Bis bald,
viele herzliche Grüße und eine gute Zeit wünschen Ihnen
die Kolleginnen der Grundschule Bingen-Dietersheim und alle Schüler

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Post aus Karengera

Schülerarbeiten und Bilder ohne Anschreiben.
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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2010

Liebe Schüler, liebes Kollegium, sehr geehrter Herr Direktor,

heute möchten wir Ihnen die letzten Neuigkeiten von unserer Schule berichten.

Anfang Oktober beschäftigte sich die gesamte eine Woche lang in verschiedenen Fächern mit dem Thema "Ruanda" und mit unserer Partnerschaft. Die Kinder erhielten einen Einblick in das ruandische Alltags- und Schulleben und verfassten dazu eigene Sachtexte. Auch Briefe wurden geschrieben, in denen die Schüler von ihrem Leben in Deutschland berichten und nun gespannt auf Antwort aus Ruanda hoffen.

In jeder Klasse wurden zudem besondere Aktionen durchgeführt Die erste Klasse erfuhr viel über afrikanische Spiele und probierte einige aus. So wurde zum Beispiel ein Fußball aus Tüchern zusammengeschnürt und ein Spiel mit Steinen getestet.

In der Klasse 2a und 2b wurden unter anderem Puppen aus Maisblättern gebunden und Bananenpfannkuchen gebacken. Die Klassen 3a und 4a lernten ein afrikanisches Lied und begleiteten es auf selbst hergestellten Trommeln. Die Klasse 3b und 4b beschäftigten sich mit Landeskunde und dem ruandischen Schulsystem. Den Abschluss dieser Ruandawoche bildete der Spendenmarsch zum Rochusberg, bei dem über 2.200 Euro zusammengekommen sind!

Das Geld wurde von Schülern, Eltern, Lehrern und vielen Einwohnern aus Dietersheim und Sponsheim gespendet.

Wir denken, dass Sie selbst am besten wissen, für welche Zwecke das Geld eingesetzt werden soll. Wir stellen uns vor, dass es für die Schüler gut wäre, wenn man ihnen in der Schule täglich eine Mahlzeit anbieten könnte. Wir meinen, dass auch die Waisenkinder besonders berücksichtigt werden sollten.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Schuljahr, eine gesegnete Weihnachtszeit und Gottes Segen für alle Ihre Vorhaben!

Im Namen der Schüler, Eltern und Lehrer der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 24.10.2010

Brief aus unserer Partnerschule Groupe Scolaire Karengera/Gitwa, geschrieben am 24.10.2010

Unsere lieben Freunde aus Bingen-Dietersheim, wie geht es euch?
Wir sind heute sehr glücklich, Ihnen diesen Brief zu schicken.
Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr.
Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Euch darüber zu berichten, wie wir hier in Ruanda Weihnachten feiern.

Das ist für uns ein sehr wichtiges Fest, weil die Mehrheit der Bevölkerung christlich ist. Am Abend des 24.Dezember gehen die Christen in ihre Kirchen, um zu beten und sich zu beschenken. Der Weihnachtsmann (Père Noel) gibt den Kindern auch Geschenke. Man singt und spielt die Weihnachtsgeschichte.

Am Weihnachtstag, den 25. Dezember geht man wieder in die Kirche, um zu beten. Alle freuen sich, und auch im Radio werden Weihnachtslieder gespielt.

Nach dem Gottesdienst geht man in seine Familie, um mit seinen Freunden zu teilen, was man gemeinsam vorbereitet hat.

Für die Mehrheit der ruandischen Bevölkerung ist Weihnachten wichtiger als Sylvester.

Zum Abschluss möchten wir Euch mitteilen, dass unsere Klasse Euch dieses Banner mit einer Zeichnung der heiligen drei Könige, die auf dem Weg zur Geburtsstätte Jesu sind, geschickt hat.

Gott segne Euch
Classe de deuxieme tronc commun
( Der Brief kam Mitte Dezember in Dietersheim an)


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Post aus Ruanda 25.05.2010

Liebe Kollegen aus Dietersheim in Rheinland-Pfalz,

Wir freuen uns, Sie grüßen zu können und Ihnen kurz die Neuigkeiten von uns zu berichten.

In diesem Brief möchten wir gerne Ihnen mitteilen, welche außerschulischen Aktivitäten es gibt. Im 2. Trimester, das am 19.4.2010 begonnen hat, hat unsere Schule fünf verwaiste Familien geholfen, indem wir ihnen je drei Kaninchen gegeben haben. Wir hatten diese Kaninchen auf dem Markt gekauft, nachdem wir das Geld gesammelt hatten.

Die Klassen fünf und sechs der Primarstufe sowie alle Klassen der Tronc Commune werden mit der Schule am Bau eines Hauses für sehr bedürftige aus dem Dorf helfen.

Die Schüler der Tron Commune bereiten den Grund vor, der dann genutzt wird, um das geschnittene Holz zu verstauen und Brikettes herzustellen. Die Schüler der fünften und sechsten Klasse kümmern sich um das Wasserholen.

Die Schule wird für die Mauer zahlen, die dann das Dachgebälk stützen soll. Der zuständige Sektor kommt für Blech, Nägel und Türen auf.

Diese Aktivitäten interessieren uns besonders. Anderen Personen kann man Ziegen, Kühe, Milch und die Ernte verkaufen, da die Mehrheit der Bevölkerung von der Landwirtschaft lebt.

Gleichermaßen lebt eine kleine Zahl an Personen in der Nähe des Sees, die die traditionelle Fischerei betreiben. Sie nutzen den Einbaum-Mais und verdienen nicht viel Geld.

Aktuell möchte die ruandische Regierung, dass die Bevölkerung mehr in den Dörfern lebt als in der Streusiedlung.

Die Zeichnungen und die Fotos sollen Ihnen eine Idee von dem was oben beschrieben ist, geben. Wir würden uns sehr freuen, auch Neuigkeiten von Ihrer Schule zu erfahren.

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Schuljahr für alle Schüler in Dietersheim. Bis zum nächsten mal. Die Schüler der Klassen vier, fünf und sechs.

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Post aus Ruanda 08.03.2010

Sehr geehrter Direktor, liebe Kollegen und Schüler.
Alles Gute für das Jahr 2010 und das dieses Jahr genauso glücklich verläuft wie Sie es sich wünschen.

Sehr geehrte Freunde aus Bingen-Dietersheim,
wir haben den gesamten Erlös vom 2009 bekommen und wir haben uns darüber sehr gefreut. Die Schüler haben davon Schreibhefte, Stifte, verschiedene Bücher und Sportausstattungen bekommen. Außerdem hat das Städtepartnerschaftsbüro in Kigali uns informiert, dass alle Schulen die an dem Partnerschaftsprogramm teilnehmen, alle pädagogischen Materialen für Forschungswissenschaft bekommen werden.

Das neue Schulsystem- basierend auf 9 Jahre - das im Jahre 2009 eingeführt wurde, startete nicht ganz ohne Probleme. Dieses hat uns nicht wirklich überrascht, da dieses ungewöhnliche System mit vielen Änderungen und Konzessionen verbunden war. Dieses Jahr haben wir z.B. in dem Grundschulbereich 617 Jungen und 715 Mädchen, die von 22Lehrern (6 Männer und 16 Frauen) betreut werden. Hinzu kommen im dem höheren Schulbereich 166 Jungen und 227 Mädchen, die von 11 Lehrern (7 Männer und 4 Frauen) betreut werden. Der Grundschulbereich umfasst 16 und der höhere Schulbereich 8 Klassen. Es ist wichtig hier anzumerken, dass wir das sogenannte "double shift system" im Grundschulbereich durchführen, damit alle Schüler von den Räumlichkeiten und den Lehrkräften profitieren können. Dieses System wird "education pour tous" (,,Bildung für alle") genannt. Das Ziel ist es, die Anzahl von Analphabeten in Rwanda zu reduzieren.

Das Schuljahr in Rwanda fängt im Januar an und endet im Ende Oktober. Alle 3 Monate gibt es ca. 2 bis 3 Wochen Ferien. Am Ende des dritten Trimesters haben wir dann 3 bis 4 Monate Ferien. Am Ende jedes Trimesters gibt es eine Evaluierungsprüfung. Es gibt während des Schuljahres verschiedene Wettkämpfe zwischen den einzelnen Schulen. Praxisnahe Aktivitäten wie Zucht und Landwirtschaft und Gesundheitslehre ergänzen das Schuljahresprogramm. Weiterhin gibt es die Staatsprüfung für alle, die einen Lehrzyklus beendet haben. Verschiedene Feiertage werden mit den Schülern mit viel Gesang und Tanz gefeiert.

Unsere Schule ist ideal gelegen da wir in den Nachmittagsstunden immer einen angenehmen erfrischenden Luftzug haben. Der KIVU See - zwischen RDC und Rwanda gelegen - liegt hinter dem Schulhof. Dort haben die Kinder immer viel Spaß. Neben unserem Verwaltungsgebäude liegt das Internat für die Schüler der weiterführenden Schule. Hieran neben aber immer weniger Schüler teil. Zurzeit sind es nur 70 Schüler.

Gott beschütze Euch.
Eure Kollegen von Karengera-Gitwa

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Post aus Dietersheim/Sponsheim Oktober 2009

Sehr geehrter Herr Direktor, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Schüler,

wir bedanken uns herzlich für die vielen wunderschönen Bilder und den Wandbehang, den Sie uns geschenkt haben. Unsere Schulleiterin hat ihn in einen Rahmen spannen lassen, und er bekommt einen Ehrenplatzim Foyer unseres Schulgebäudes in Dietersheim.

Aus Ihrem Brief geht hervor, dass Ihre Schule sich erheblich vergrößert hat und nun auch die Klassenstufen 7 bis 9 unterrichtet werden. Für uns ist es nur schwer vorstellbar, wie so viele Schüler von so wenigen Lehrern unterrichtet werden können. Unsere Schule umfasst ja nur vier Grundschuljahre, und zur Zeit besuchen uns 134 Schüler, die auf zwei erste Klassen, zwei zweite Klassen, zwei dritte Klassen und eine vierte Klasse verteilt sind. In einer Klasse sind zurzeit zwischen 14 und 25 Schüler. Dafür unterrichten bei uns 9 Lehrerinnen, von welchen einige Teilzeit arbeiten, das heißt zwischen 8 und 14 Wochenstunden.

Den Zeichnungen der Schüler konnten wir entnehmen, dass sie an Ihrer Schule jetzt Englisch lernen. Seit einigen Jahren wird in Rheinland-Pfalz Englisch an den Grundschulen unterrichtet, eine Stunde pro Woche oder täglich 10 min. Wenn sie an die weiterführenden Schulen kommen, haben sie 4 bis 5 Stunden Englisch pro Woche. Es würde uns interessieren, ob es für Lehrer Sprachkurse und Fortbildungen gibt, oder ob Sie sozusagen gemeinsam mit den Schülern die englische Sprache lernen.

Außerdem fragen wir uns, ob für die 285 Schüler der weiterführenden Stufe neue Klassenräume angebaut wurden und welche Probleme diese Veränderungen für Sie und Ihre Schüler mit sich bringen.
Aber nun wollen wir Ihnen vom Verlauf des letzten Schuljahres bei uns berichten:
Im November haben wir unseren alljährlichen Laternenumzug zu Ehren des heiligen St. Martin veranstaltet. Der Laternenumzug endete auf dem Schulhof, auf welchem Mitglieder unseres Fördervereins ein großes Feuer entzündet hatten, Die Leute konnten heiße Getränke und Essen kaufen. Auf dem Schulhof waren Tische und Bänke aufgebaut, und der Musikverein spielte Blasmusik.

Im Dezember gab es in einigen Klassen Adventsfeiern mit Eltern und Schülern. Ein weiterer Höhepunkt war der jährliche Besuch des Weihnachtsmärchens. Da wird ein Theaterstück für Kinder aufgeführt.

Nach den zweiwöchigen Weihnachtsferien gab es Ende Januar für die 2.,3. und 4. Klassen die Halbjahreszeugnisse. Die Viertklässler mussten sich damit schon an den weiterführenden Schulen anmelden.

Im Februar feierten wir mit den Kindern in der Schule ,,Fastnacht". Es durften sich alle kostümieren und es wurde gespielt und eine Polonaise getanzt.

März/April gab es zweieinhalb Wochen Osterferien.

Am Ende des Schuljahres, im Juni und Anfang Juli häuften sich die Aktivitäten: es gab ein Sportfest, bei dem die Kinder an verschiedenen Stationen laufen, springen und werfen konnten.
Wir veranstalteten außerdem einen ,,Solidaritätsmarsch", das heißt, die Kinder haben bei ihren Eltern und Nachbarn Spenden für Ihre Schule gesammelt, und wir haben dies mit einem Wandertag für die ganze Schule verbunden. Dieses Mal sind dabei 1350 € zusammen gekommen, worauf wir sehr stolz sind, denn wie Sie wissen, sind wir ja nur eine kleine Schule.
Zum Abschluss gab es noch eine Projektwoche, in welcher sich die Schüler intensiv mit besonderen Themen beschäftigen konnten. Die Ergebnisse ihrer Projekte konnten sie dann am Schulfest, zu dem auch alle Eltern und Verwandten eingeladen waren, präsentieren.

Kurz bevor die sechswöchigen Sommerferien begannen, erhielten wir Ihre Post. Viele Bilder haben wir im Foyer unserer Schule aufgehängt.

Mit herzlichen Grüßen

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim


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Post aus Ruanda 29.09.2009

Gott und Friede sei mit Euch.. . .

Unsere Grundschule KARENGA B wird jetzt unter dem Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA geführt.

Mit Einführung des neuen Schulsystems (Schuldauer 9 Jahre) hat das Erziehungsministerium unseres Distrikts Nyamascheke entschlossen, die beiden Schulformen Grundschule (KARENGA B) und weiterführende Schule (TRONC COMMUN) - die sich ebenfalls am selbigen Ort befindet und den Namen ESI (ecole secondaire infrérieure) führte - zusammen zu legen und unter dem Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA zu führen.

Alle Schulen werden in der Zukunft unter dem neuen Namen GROUPE SCOLAIRE geführt, damit das Wort inférieure (niedriger) nicht als eine Art der Herabstufung verstanden wird, da im neuen System die zwei unterschiedlichen Schülerniveaus kombiniert werden. Da sich in ganz unsere Nähe eine weitere Schule mit dem Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA und eine andere Schule mit dem Namen GROUPE SCOLAIRE GITWA befindet, tagen wir zur besseren Unterscheidung den Namen GROUPE SCOLAIRE KARENGERA- GITWA.
Ab heute und für die Zukunft sprechen wir also nur noch von der GROUPE SCOLAIRE KARENGERA-GITWA und nicht mehr von KARENGA .B oder ESI (ecole secondaire infrérieure) .

Liebe Kinder und Lehrerkollegen, wir hoffen, dass sie sich durch diese Veränderung nicht zu sehr gestört fühlen und hoffen, bald wieder von Ihnen zu hören.

Der Direktor
Daniel Barekayo

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Fragebogen 15.05.2009

Fragebogen - Situation der weiterführenden Schulen
Name der Schule: GS. De Karengera Datum: 15/ 05/2009
District ? (unleserlich) Sector:Kirimbi Provinz: Ost

Name der Befragten: MUNGANYINKA Agnes
Name des Direktors: BAREKAYO Daniel
A. Allgemeine Fragen
Ist es eine städtische oder ländliche Schule: Es ist eine Schule mitten im ländlichen Gebiet.
Ist sie leicht zu erreichen? Sie ist nicht leicht zu erreichen.
Wann ist die Schule gegründet worden? Sie ist am 291 AU 2007 gegründet worden.
Durch wen ist die Schule gegründet worden? Sie ist durch den Bildungsminister gegründet worden.
Welches sind die Fächer/ Lernbereiche? Es sind Kenntnisse der Grundbildung (vor der Trennung)
B. Die Schüler
Wie viele Schüler sind es insgesamt? 285 Jungen: 130 Mädchen: 155
Wie viele Waisen? 85 Waisen
Wieviele Bedürftige? 120 Bedürftige
Von wo kommen die Kinder? District Nyamasheke 264, Karongi 15, Rusizi 3 und Kigali 3.
C. Die Lehrer
Wieviele Lehrer gibt es? 8 Lehrer männlich: 6 weiblich: 2 '
Liste der Lehrer mit ihren Fächern: 6 Männer der Stufe A2 (ihre Fächer/ Ausbildung umfasst die weiterführende Stufe) 2 Frauen der Stufe A2,
D. Der Aufbau - Das Internatssystem
Gibt es ein Internat? Nein.
Wo wohnen die Schüler die nicht ins Internat gehen? Sie gehen zu ihren Familien nach Hause, die anderen in benachbarte Unterkünfte.
E. Infrastruktur
Wie viele Häuser hat die Schule? Zwei Häuser.
In welchem Zustand befinden sich die Häuser? Akzeptabler Zustand.
Wie viele Klassensäle gibt es? 6 Räume.
Wie viele Pulte gibt es in jedem Klassenraum? Zwischen 13 und 15 Pulte-
Wie viele Schränke befinden sich in jedem Klassenraum? Es gibt keine Schränke.
Wie viele Regale gibt es in jedem Klassenraum? Es gibt keine Regale-
Gibt es eine Bibliothek? Keine Bibliothek-
Gibt es einen Speisesaal? Kein Speisesaal. Derjenige der zur Verfügung stand, wird aktuell nicht genutzt.
Wie viele Tische befinden sich im Speisesaal? 26 Tische-
Wie viele Stühle befinden sich im Speisesaal? Keine Stühle, jedoch 55 Bänke.
Gibt es eine Küche? Ja, es gibt eine.
Wie ist die Ausstattung der Küche? 2 Kochlöffel und 2 Töpfe.
Wie ist der augenblickliche Zustand der Küche? Akzeptabel.
Gibt es einen Schlafsaal? Nein, keinen Schlafsaal.
Gibt es ein Gebäude für die Administration? Er wird zurzeit gebaut.
Wie ist der momentane Zustand des Gebäudes? Unvollendet
Wie ist die Ausstattung der Schulverwaltung? Ohne kleinen Raum, der von der Grundschule genutzt wurde, ein Tisch mit Schublade, 3 Stühle und ein Schrank.
Hat die Schulverwaltung eine Sekretärin? Ja.
Gibt es Toiletten? Ja?
Der Zustand der Toiletten? Einige sind alt, andere sind neu.
Wer übernimmt die Toilettenreinigung? Die Schüler.
Sind es bezahlte Arbeiter? Nein.
Gibt es Duschen? Nein.
Fehlen Pulte? Ja.
Wie viele? 80 Pulte.
Fehlen noch andere Ausstattungsgegenstände? Ja.
Spezifizieren Sie die Art der fehlenden Ausstattung und deren Anzahl!
-2 elektrische Maschinen (?)
-6 Ordner
-ein Tonbandgerät
-Tafelkreide: 2 Päckchen weiße Kreide
½ Päckchen bunte Kreide.
F. Unterrichtsmaterial
Welches Unterrichtsmaterial wird von den Schülern benötigt? Hefte und Kugelschreiber, Geometriematerial und eine Schulmappe.
Hat die Schule Bücher zur Verfügung? Nicht ausreichend.
Welche Art von Büchern? Wissenschaftliche Bücher, vor allem in Englisch
. Benötigen Sie noch Bücher? Ja.
G. Sport
Haben Sie Sportplätze? Ja?
Welche Art von Sportplätzen? Volleyballfelder-
Wie viele Sportplätze? Ein Volleyballfeld-
Wie ist der aktuelle Zustand des Sportplatzes? Inakzeptabel.
Gibt Sportlehrer? Ja.
Wie viele? 2
Welche Sportarten werden in Ihrer Schule ausgeübt? Leichtathletik, Fußball und Volleyball.
Wie viele Stunden Sport werden in der Woche gemacht? 2 Stunden pro Woche.
Machen die Schülerinnen anderen Sport als die Schüler? Nein.
Was benötigt die Schule an Sportausstattung? 1 Volleyballnetz, 2 Volleybälle, 2 Fußbälle, Ausstattung für 36 Spieler-
H. Infrastruktur (II) - Elektrizität: Wasser
Gibt es Strom? Nein.
Welche Energiequelle nutzen Sie um Lichter im Gebäude zu versorgen? Es gibt keine Lichter.
Ist die Schule ans Wassernetz angeschlossen? Nein-
Besitzt die Schule Brunnen? Nein-
Besitzt die Schule Zisternen? Ja.
Wie viele? 1 (?)
Aktueller Zustand? Neu.
l. Schulbudget der weiterführenden Stufe
Auf wie viel beläuft sich das jährliche Budget der weiterführenden Stufe? 116679445 RU
Welches sind die Finanzgeber? Die ruandische Regierung, die Wohltäter und Eltern-
J. Die Probleme der weiterführenden Stufe
Welches sind die größten Probleme? Mangel an Dokumentation, fehlendes Licht, für die Schüler morgens und abends lange Wege-
Welches sind die Ursachen der Probleme? Ungenügende Mittel der Eltern und der Regierung.
Was schlagen Sie zur Problemlösung vor? Um all diese Probleme zu lösen, bitten wir die ruandische Regierung, die Wohltäter und die wohlhabenderen Eltern um ihre Spenden, damit der Lehrplan praktikabel wird. Damit die Umsetzung des Wissens leichter wird, die Konditionen Lehren-Lernen ausgewogen wird, sonst werden die Ergebnisse mittelmäßig, trotz aller getanen Anstrengungen
Welches sind die Zukunftsperspektiven? Die Eltern dahingehend sensibilisieren, dass sie die Schule noch unterstützenkönnen, weil ein Großteil der Schüler unter besseren Zuständen arbeitet und die Lehrer nicht mehr so erschwert arbeiten

ANMERKUNG: Es wurden nur die Fragen übersetzt die auch beantwortet wurden!
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Post aus Karengera, 15.05.2009

Liebe Lehrer-Kollegen
von Rheinland-Pfalz
Grundschule von Bingen-Dietersheim

Wir sind sehr glücklich Ihnen herzlichst unsere wichtigsten Neuigkeiten mitzuteilen.

Zunächst möchten wir Ihnen für die Spenden danken und die entzückenden Bilder, die Ihre Kinder an unsere geschickt haben. Gott segne Sie alle!

Bezüglich unserer Entwicklung haben sich seit dem Anfang des Schuljahres viele Veränderungen zugetragen. Das Basis-Schulsystem von 9 Jahren, beinhaltet die Grundstufe (niveau primaire) von 6 Jahren und die weiterführende Stufe (niveau secondaire) von 3 Jahren (gemeinsamer Bildungsweg). Daher unterrichten in unserer Schule 18 Lehrer, von denen 12 Frauen und 6 Männer sind, 1310 Kinder der Grundstufe, während 8 Lehrer, davon 2 Frauen und 6 Männer, die weiterführende Stufe Unterricht geben. Die Schule zählt also 1595 Schüler. Sie bleibt weiterhin in der Nähe des Kivu Sees bestehen, der zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo liegt.

Bald beginnt die Trockenzeit von etwa 4 Monaten, die die intellektuelle Arbeit nicht gerade vereinfacht. Jedoch fallen die kleinen Ferien von 4 Wochen genau-in die Mitte dieser Zeit, um unsere Kinder nicht zu sehr zu ermüden, Zum Schluss, habt ein erfolgreiches Jahr, glücklich und voller Erfolg. Es lebe die Partnerschaft Karengera- Bingen!

Ihre Kollegen aus KARENGERA

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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2007

Liebe Kollegen der Ècole primaire de Karengera,

vielen Dank für Ihren informativen Brief. Es freut uns sehr, zu erfahren, dass unsere Schulpartnerschaft solch positive Auswirkungen auf Ihre Schule hat. Die wunderbaren Zeichnungen Ihrer Schülerwaren für uns sehr lehrreich, da sie uns einen Einblick in den Alltag Ihres Landes gegeben haben. Wir waren alle von den zeichnerischen Fähigkeiten Ihrer Schüler beeindruckt.

Offensichtlich gibt es große Unterschiede zwischen Ihrer und unserer Schule aufgrund der sehr verschiedenen Lebensbedingungen in Ruanda und Deutschland. Ilm Augenblick haben wir 125 Schüler, die von acht Lehrern unterrichtet werden. Die Klassenstärke liegt zwischen 12 und 30 Schülern pro Klasse. Wie Sie auf den beigelegten Fotos sehen können, sind unsere Klassensäle sehr gut ausgestattet. Im Foyer unserer Schule haben wir die Briefe, Fotos und Zeichnungen, die wir von Ihnen erhalten haben, aufgehängt. Wir sind sehr stolz darauf, dass die Ècole primaire de Karengera unsere Partnerschule ist.

Ihre Schüler möchten von unseren Schülern wissen, wie bei uns der Fischfang und die Landwirtschaft funktionieren. Das ist für uns schwer zu beantworten, weil wir nur ein Kind an der Schule haben, dessen Eltern Bauern sind. Ansonsten arbeiten die Eltern in vielen verschiedenen Berufen, wie zum Beispiel in Büros, im Handel oder handwerkliche Berufe. Obwohl der Rhein und die Nahe Gewässersind, in denen Fische leben, spielt der Fischfang zur Ernährung bei uns keine Rolle. Wir kaufen die Fische, meist tiefgefroren im Geschäft. Gefangen werden sie von großen Schiffen auf den Weltmeeren. Wir haben Kopien aus Büchern beigelegt, die bei uns vorkommende Fischarten und landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte zeigen. Die nunmehr vierte Klasse hat sich sehr über den Brief der dritten Klasse Ihrer Schule gefreut. Es war für uns sehr interessant, zu erfahren, wie in Ruanda eine Hochzeit gefeiert wird. In diesem Jahr haben wir bei unserem Schulfest im Juni wieder Spenden für Ihre Schule gesammelt. Die Schüler haben einen Flohmarkt veranstaltet, bei dem sie eigene Spielzeuge, Bücher und Gebasteltes verkauft haben. Bei dieser Aktion sind 500 € zusammen gekommen, die wir an Sie weiter geleitet haben.

Viele Grüße, alles Gute und weiterhin viel Erfolg wünscht Ihnen herzlichst das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 10.06.2008

Karengera, den 10. Juni 2008

Liebe Freunde der dritten Klasse der Grundschule Bingen-Dietersheim,

ich freue mich sehr euch mitzuteilen, dass wir am 1.3.2008 Nachwuchs in unserer Familie bekommen haben. Sie heißt Marie.

Acht Tage nach ihrer Geburt hat mein Vater die ganze Familie eingeladen, um ihr ihren Namen zu geben. Es waren meine Großeltern, die Tanten, die Cousinen, die Onkels, die Nachbarn und auch kleine Kinder da.
Wir haben Getränke vorbereitet, wie Bananenwein, Bier aus Moorhirse, Bananensaft und Speisen wie zum Beispiel Kartoffeln, Banwnen und Bohnen.

Nachdem wir gegessen hatten, gaben wir das Wort an die Gäste um dem Kind seinen Namen zu geben. Wir begannen mit den kleinen Kindern, anschließend die Nachbarn und die Familienmitglieder. Jeder gab einen Nachnamen und einen Vornamen. Ich nannte sie MAHORO Jeanne und zum Schluss gab mein Vater ihr den Namen MUTEST Marie, welcher dann auch beibehalten wurde.

Dieses Fest erinnerte mich an den Tag als meine große Schwester verheiratet wurde. Das war im Juli 2007 weil normalerweise viele Hochzeiten im Sommer stattfinden, von Juni bis August und nicht von September bis Dezember, da dies die Regenzeit ist. Das sind die günstigen Zeiten, da wir zu Fuß gehen und die Zeremonien draußen vor dem Haus stattfinden.

Am Tag der Hochzeit war die ganze Familie versammelt. Die Familie hat der Braut Dinge für ihren neuen Haushaltgekauft, wie zum Beispiel Schalen und Laken. Der Bräutigam hat schon seine Aussteuer gegeben: eine Kuh, 4 Hacken und 1 Kanister. Die Dinge wurden von den jungen Frauen und einigen Jungen transportiert. Vor dem Auszug aus dem Hause, bekam meine große Schwester die letzten Ratschläge von meiner Tante bezüglich des Verhaltens um einen guten Haushalt zu führen und in Frieden mit ihrem Ehemann zu leben.

Während des ganzen Auszugs gingen wir singend. Diejenigen die Dinge brachten waren vorne, die Braut in der Mitte, ich, meine Eltern, die Freunde und Nachbarn gingen glücklich hinter ihr her.

Bevor wir zu meinem Schwager gingen, gingen wir noch zur Kirche. Als wir bei meinem Schwager ankamen, wurden wir von einer großen Menge aufgenommen. Wir hielten Reden bezüglich der Hochzeit. Aus meiner Familie sprach mein Onkel väterlicherseits und von der Seite des Bräutigams wurde die Rede vom Cousin gehalten. Diesbezüglich verstehe ich nicht, weshalb nicht die Frauen bei solchen Zeremonien Reden halten dürfen. Frage ich meinen Vater, so antwortet er, dass dies die ruandische Kultur sei. Nach all den Reden haben wir gegessen, getrunken und sind dann nach Hause gekehrt. Ich darf nicht vergessen euch zu sagen, dass meine Eltern nicht zu meinem Schwager kamen. Unsere Kultur erlaubt es nicht. Wir werden zu ihnen kommen, wenn die Jungvermählten die Eltern des Mädchens einen allgemeinen Besuch abgestattet haben. Dies ist am Tag nach der Hochzeit. Die Eltern des Jungen nehmen an allen Zeremonien teil.

Als wir nach Hause kamen war ich traurig, da ich nicht mehr mit meiner großen Schwester zusammen war und ich dachte nur daran, dass nun ich alle Arbeiten verrichten muss die sie vorher tat. Wie zum Beispiel Wasser in einer Entfernung von 1,5 km schöpfen, die Ziegen füttern, meiner Mutter bei Anpflanzen und Zubereiten des Essens helfen. Ich hatte Angst, dass ich die Schule verlassen müsste, aber Gott sei Dank, ich schaffe diese Arbeiten und ich studiere.

Nichts desto trotz, kostet die Hochzeit viel Geld , Zum Glück hat die Gemeinschaft die gute Tradition dem zu helfen, der die Hochzeit ausführt. Ich erinnere mich an Frauen die mit Körben voller Mais, Soja und Maniok kamen und Frauen die Getränke brachten. Das war gut.

Danke und viel Glück!

Wir sind immer für euch da, die Kinder des dritten Jahrgangs.
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Post aus Ruanda 10.06.2008

Liebe Kollegen, liebe Eltern der Grundschule Bingen-Dietersheim,

es ist für uns Schüler des sechsten Jahrgangs in Karengera eine große Freude, nochmals die Gelegenheit zu bekommen euch zu schreiben und euch über unsere Neuigkeiten hier zu berichten.

Jetzt sind wir schon fast am Ende des zweiten Trimesters, das am 1 1.07.2008 endet. Die Ergebnisse des ersten Trimesters waren im allgemeinen gut, da die meisten Schüler die Hälfte der Examenspunkte erlangten. Daher war die Freude groß, als die Punkte verlesen wurden.

Aber wisst ihr denn überhaupt wie dieser Tag verläuft? Also, die Schule lädt alle Eltern ein, um uns in der Kirche zu versammeln, da wir keinen Versammlungsraum haben. Die Feierlichkeiten beginnen mit einem Lied eines Schülerchors, da jede Klasse ihren eigenen Chor hat. Nach diesem Lied hören wir der Predigt eines Priesters zu' Anschließend hält der Direktor eine Ansprache für die Gäste und berichtet kurz über das beendete Trimester.

Nach dieser Rede kam der von allen sehr mit Neugierde erwartete Moment: die Bekanntgabe der Punkte.
Es wird mit dem ersten Jahrgang begonnen und mit dem letzten Jahrgang geendet. Jeder Schüler erhält seinen Schein, den er sofort seinen Eltern zeigt. Die drei Besten jeder Klasse werden vom Direktor und vom Vorsitzenden der Elternsprecher beglückwünscht und erhalten anschließend von allen einen Applaus. Zum Ende des Jahres erhalten die drei Besten Belohnungen, wie zum Beispiel Hefte, Stifte, Geometriematerial etc. .,. und schließlich hört man den Reden des Vorsitzenden der Elternsprecher, der den Schülern und den Lehrern für ihre Arbeit dankt, der aber auch die Arbeit des nächsten Trimesters präsentiert. Die Feierlichkeit wird mit einem weiteren Lied des Chores beendet.

Wir möchten euch aber auch von den Vorteilen unserer Partnerschaft berichten. Vor langer Zeit hörten wir im Radio über Deutschland und Rheinland-Pfalz berichten, doch wir wussten nicht viel über euer Land. 2005, wir waren gerade im dritten Schuljahrgang, erzählte uns unser Direktor, dass ein Schule aus Rheinland-Pfalz eine Partnerschaft mit Karengera eingeht. Seit diesem Jahr versucht jeder Schüler etwas über Deutschland zu erfahren. Zum Glück helft ihr uns mit euren Briefen, indem ihr uns berichtet wie ihr Feste feiert, wie eure Schule gestaltet ist, einige Spiele. Doch wir haben noch immer einige Fragen die uns sehr neugierig machen. Zum Beispiel:
-Welche Methoden benutzt man bei euch in der Landwirtschaft?
Bei uns ist die Landwirtschaft traditionell. Bäume werden bei uns mit der Machete geschnitten und Felder werden mit der Hacke bearbeitet. Auf einem Acker werden mehrere Kulturen angepflanzt. Mehr als 90% unseres Landes ist von Landwirtschaft geprägt.

-Wie funktioniert bei euch der Fischfang?
Bei uns wird der traditionelle Fischfang ausgeführt. Der Fischer befindet sich in einem Einbaum und er benutzt ein Netz, das er mit der Hand zieht.

-Wie sieht die Schuluniform für Mädchen und Jungen aus?
Bei uns tragen die Jungs khakifarbene Hosen und Hemden, die Mädchen blaue Kleider.

Wir danken euch ebenfalls für eure Bilder, Fotos und Karten aus Deutschland die ihr uns geschickt habt. Wir können nie eure Schule vergessen, da eure Andenken überall bei uns in der Schule zu finden sind: Briefe, Fotos, Bilder, Karten, Bälle, Schreibpulte, Hefte, einige Konstruktionen, nicht zu vergessen die Besuche durch die Mitglieder des Koordinationsbüros von Kigali. Der letzte Besuch war im März 2008 als die Ansprechpartnerin Kerstin Gollembiewsk uns besuchte und Hefte, Stifte und Bälle verteilte. Sie sagte uns, dass die Fotos, die von diesem Tag gemacht wurden an unsere Schule geschickt werden. Ruanda hat vom Bundespräsidenten vom 6.-8. 02.200g erhalten. Alle Menschen waren froh ihn Empfangen zu dürfen, Wir haben ihn, da wir sehr weit von der Hauptstadt Kigali, etwa 146 km, leben, nur im Radio verfolgt.

Bevor wir den Brief beenden wollen wir euch noch sagen, dass die Zahl der Schüler jedes Jahr steigt, da die Ergebnisse unserer Partnerschaft von unserer Schule ein gutes Bild und einen guten Ruf abgibt. So waren wir 2007 noch 1 133, 2008 bereits 1281.

Wusstet ihr das?
-Die Stadt Kigali wurde 1907 durch den Deutschen Richard Kondt gegründet. -Viele Menschen in Ruanda hören die Sendungen im deutschen Radio << Die Stimme Deutschlands >>, da sie auf FM und Kurzwelle übertragen wird.

Zum Abschluss danken wir euch sehr und hoffen, dass ihr uns auf unsere Fragen Antwortet und vielleicht informiert ihr uns auch überandere Dinge.

Gott segne euch!

Für die sechste Jahrgangsstufe:
Klassensprecher: Jean d'Amour
Klassensprecherin : Odette

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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2007

Liebe Kinder der Klasse 3a,

Bingen, November 2007

Wir haben uns sehr über eure Post gefreut. Mittlerweile sind wir 30 Kinder in der Klasse 3a, davon haben wir 18 Jungen und 12 Mädchen. Die drei neuen Schüler heißen: Natalie, Marcel und Max. Für die vielen Informationen wollen wir uns bedanken. Ihr habt gefragt, was wir gerne essen: Fleisch, Kartoffeln, Nudeln und Pizza. Manche Kinder essen auch gerne Salat und Gemüse wie Karotten, Erbsen und Blumenkohl. Morgens und abends essen wir meistens Brot mit Käse, Marmelade oder Wurst. Zur Mittagszeit essen wir eine warme Mahlzeit.

In Deutschland feiern wir Weihnachten am 24, Dezember. Wir treffen uns mit der Familie, essen am Abend gemeinsam etwas Gutes und verteilen die Geschenke. Im Wohnzimmer stellen wir einen Tannenbaum auf, der mit glänzenden Kugeln und Sternen aus Stroh geschmückt wird. Viele Familien gehen auch in den Weihnachtsgottesdienst. Wir haben zwei Wochen Weihnachtsferien, und wenn es schneit, spielen wir gern draußen, fahren Schlitten und bauen einen Schneemann. Unseren Eltern müssen wir kaum helfen, so haben wir viel Zeit zum Spielen. In unserer Klasse sind nur die Eltern eines Kindes in der Landwirtschaft tätig, die meisten Eltern sind in Büros und verschiedenen Firmen angestellt. Manche sind Handwerker und manche arbeiten im Verkauf oder im Management von Firmen

Ihr habt auch nach den Waisenkindern in Deutschland gefragt. Da wir seit über 60 Jahren keinen Krieg mehr hatten, gibt es bei uns nicht so viele Waisenkinder. Sie leben in Heimen, in Pflegefamilien oder werden von Ehepaaren, die selbst keine Kinder bekommen können, adoptiert. So werden sie bei uns ganz gut versorgt.

Am 08. Nov. haben wir an unserer Schule das Martinsfest gefeiert. Zuerst fand ein Gottesdienst in der Kirche statt, dann versammelten sich die Kinder mit ihren Eltern zu einem Laternenumzug durch die Straßen des Ortes. Der Laternenumzug ist immer abends, damit man die bunten Papierlaternen schön leuchten sieht. Angeführt wird der Zug von einem Mann auf einem Pferd, der den heiligen Martin darstellen soll. Er trägt einen römischen Soldatenhelm, ein Holzschwert und einen roten Umhang. Kennt ihr die Geschichte vom heiligen St. Martin? Der Zug endet bei uns jedes Jahr auf dem Schulhof, wo ein großes Feuer brennt. Die Leute können sich dann Glühwein, heißen Saft und etwas zu essen kaufen. Die Feier dauert etwa zwei Stunden.

Wir würden euch sehr gerne einmal besuchen, um euch richtig kennen zu lernen und euer schönes Land zu erkunden. Leider ist ein Flug nach Afrika sehr teuer, daher sehen wir im Moment keine Möglichkeit dafür.

Wir wünschen euch alles Gute und fröhliche Weihnachten!

Eure Klasse 3a

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Post aus Dietersheim/Sponsheim November 2007

Bingen, November 20O7

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Ecole Primaire de Karengera,

wir haben uns sehr über Ihre Post gefreut. Vielen Dank für die informativen Briefe und die vielen schönen Bilder!

Die Kinder unserer Schule haben diesmal auch Bilder von unserem Laternenumzug zu St. Martin, der Anfang November stattfindet, dazu gelegt. St. Martin reitet auf einem Pferd in der Verkleidung eines römischen Soldaten vorneweg und die Kinder gehen mit ihren bunten Laternen hinterher. Es gibt auch Bilder, die unsere Weihnachtsbräuche zeigen: man sieht den geschmückten Tannenbaum, der in den meisten Familien im Wohnzimmer steht. Darunter liegen die bunt verpackten Geschenke. Manche Bilder zeigen auch Szenen aus einer Comic- Serie, die die Kinder im Fernsehen anschauen.

Dieses Jahr haben wir im Juni wieder an der ,,Aktion Tagwerk" teilgenommen. Wir haben ein Sportfest veranstaltet, bei welchem die Kinder sich in den Disziplinen: Weitwurf, Hürdenlauf Weitsprung, Seilspringen und Dauerlauf beweisen mussten. Den Dauerlauf haben wir zu einem Sponsorenlauf gemacht, um Geld zu sammeln, damit wir Ihre Schule unterstützen können. Dabei haben die Eltern, Großeltern und andere Verwandte insgesamt 1.748 Euro gespendet. Das Büro der ,,Aktion Tagwerk" hat das Geld aber erst vor kurzem an das Innenministerium weitergeleitet- Wir hoffen, dass es bald bei Ihnen ankommt. Wir hoffen auch, dass unsere Spendensammlung vom letzten Jahr gut bei Ihnen angekommen ist, und dass Sie das Geld sinnvoll einsetzen konnten.

In dem Brief unserer jetzigen dritten Klasse haben wir die Fragen, die Ihre Schüler uns gestellt haben, beantwortet. Er richtet sich nicht nur an Ihre Klasse 3a, sondern an alle Schüler! Da es bei uns nur wenige Leute gibt, die die französische Sprache gut beherrschen, und da wir nur eine kleine Schule sind, können wir nicht von jeder Klasse einen Brief schreiben lassen.

Wir würden uns freuen, mehr von Ihrer Kultur und Ihrem Alltag zu erfahren. Unsere Schüler sind sehr neugierig, und es füllt ihnen schwer, sich das Leben als Schüler in Karengera vorzustellen. Vielleicht können Sie uns einen weiteren Einblick in den Alltag und besondere Aktivitäten Ihrer Schule geben? Einen Besuch werden wir in absehbarer Zeit leider nicht machen können, da die Reisekosten zu hoch sind.

Zum Schluss möchten wir Ihnen und Ihren Schülern noch ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr wünschen!

Viele herzliche Grüße

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 14.05.2007

Karengera, 14.05.2007

Liebe Kollegen der 4b Grundschule in Bingen-Sponsheim,

wir waren sehr erfreut ihren Brief vom Februar 2007 zu erhalten. Er hat uns die Organisation des Unterrichts in Deutschland gezeigt, die wir nicht kennen. Vielen Dank.
Wir werden euch auch schnell die Organisation des Unterrichts in Ruanda mitteilen. Es gibt einen großen Unterschied: Wir sind 45 Schüler in unserer Klasse, 25 Mädchen und 20 Jungen. Wir haben 13 ganze Schuljahre, denn wir beginnen die erste Klasse mit 7 Jahren. Das Lernen ist nicht einfach, denn wir sind sehr viele in einer Klasse.
Das 6. Schuljahr ist die letzte Klasse in der Grundschule. Unsere Klasse ist also Im letzten Schuljahr in der Grundschule. Am Ende des 3. Quartals machen wir die ,,nationale Prüfung". Noch dieser Prüfung gehen die einen auf die Ecole secondaire (etwa Realschule), die anderen fangen eine Ausbildung an. Es gibt auch noch die, die zu Hause bleiben, um den Eltern zu helfen, weil sie die nationale Prüfung nicht bestanden haben.
Diejenigen, die auf die Realschule gehen, machen diesen Abschnitt in 3 Jahren. Im 3. Jahr macht man eine Prüfung, die es einem bei Bestehen erlaubt, weitere3 Jahre eine Ausbildung hier zu machen. Im 3. Jahr macht man dann das Examen, um ein Diplom zu erlangen. Diejenigen, die die meisten Punkte haben, dürfen an den Universitäten weiter lernen oder sie beenden die Ausbildung mit dem Abschlusszeugnis (etwa Abitur).
Bei uns in Ruanda ist die Ausbildung in 3 Quartale eingeteilt:
- das 1. Quartal beginnt im Januar und endet im März
- das 2. Quartal beginnt in der 3. Woche im April und endet Mitte Juli
- das 3. Quartal beginnt Mitte August und endet Ende November.
Der Unterricht beginnt um 7.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr.
Hier ist unser Stundenplan:
von7.30 Uhr bis 8.00 Uhr : eigene Übungen
von 8.00 Uhr bis 10.30 Uhr: Unterricht
von 10.30 Uhr bis 10.45 Uhr: Pause
von 10,45 Uhr bis 12.25 Uhr: Unterricht
von 12.25 Uhr bis 14.00 Uhr: Erholung
von 14. O0 Uhr bis 16.30 Uhr: Unterricht
Der zweite Teil des Unterrichts wird auf französisch gehalten, außer die Sprachen Englisch und Kinyarwanda. Der erste Teil des Unterrichts wird in Kinyarwanda gehalten, außer die Sprachen Englisch und Französisch. Die Lehrerin schreibt an die Tafel und wir schreiben es in unsere Hefte. Nach dem Unterricht gehen wir zurück nach Hause, um unseren Eltern bei den verschiedenen Arbeiten zu helf en und um unsere Hausaufgaben zu machen. Am Wochenendehoben wir keinen Unterricht, wir gehen dann in die Messe oder den Gottesdienst.
Von den Kindern im Alter von 4 bis 7Jahren gehen einige in den Kindergarten. Aber es sind nicht viele, weil die Eltern die Aufgabe übernehmen und unsere Eltern nicht so viel Geld haben. Aber es ist auch eine Frage der Entfernung, da wir im Durchschnitt 5km zur Schule gehen müssen. Das ist ein weiter Weg für ein Kind, besonders unter 7 Jahren. Bevor wir aufhören, möchten wir euch nach eurer Kultur fragen, den gesprochenen Sprachen, der Unterrichtssprache. Wie ist die Landschaft und das Klima bei euch? Hier haben wir viele Berge, deswegen wird Ruanda das Land der tausend Hügel genannt. Wir kennen keinen Winter. Wir würden auch gerne eine Deutschlandkarte sehen, um zu wissen, wo eure Schule ist

. Philemon: Unsere Schule nimmt oft on Wettbewerben teil, die vom Austauschbüro organisiert werden. Beim Wettbewerb im Juni 2006 haben wir den 3. Platz von den Schulen in Ruanda gemacht. Dieses Jahr wird das Ergebnis des Austausches der Partnerschulen zwischen Ruanda und Rheinland-Pfalz zum 25. Mal verkündet. Wir wollen euch das Ergebnis später mitteilen.

Dass Gott euch segne.

Geschrieben von den Schülern und Schülerinnen der Klasse 6b der Grundschule in Karengera.
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Post aus Ruanda 14.05.2007

Karengera, 14.05.2007

Ihr lieben Brüder und Schwestern der Klasse 2A, guten Tag.

Zu allererst grüßen wir euch. Wir hoffen, dass ihr alle gesund seit. Gelobt sei Gott, der es uns ermöglicht euch herzlich zu danken für den Brief und die schönen Zeichnungen, die ihr uns geschickt habt. Wir sind die Schüler der Klasse 2a, wie ihr. Unsere Klasse zählt 50 Schüler, wovon 30 Mädchen und 20 Jungen sind, unterrichtet von einer Lehrerin, die 50 Jahre alt ist und jeden Tag den langen Weg von 5 Kilometern zurücklegt um zur Schule zu kommen. Wir essen Süßkartoffeln, Bananen, Maniok, Corcase und Maiskolben und es gibt in guten Jahren manchmal Reis und Fleisch. Was esst ihr denn häufig bei euch? Im Moment sind wir Im 2. Trimester, das am 29.4.2007 begonnen hat, nach der Zeit der Staatstrauer, dass heißt dem Gedenken an den Völkermord. Während dieser Zeit gedenken alle Bürger von Ruanda Ihrer Mitbürger, die während des Völkermordes ihr Leben verloren haben. Einige der Überlebenden sind traumatisiert. Bei uns an der Schule konnten wir 10 kg Bohnen sammeln um den Waisenkindern zu helfen. Jeder Schüler hat auch 30 RFr. (-0,04 €) für die Waisenkinder gespendet. Die Staatstrauer für den Völkermord dauert eine Woche. Hier in Ruanda feiern wir Weihnachten im Monat Dezember, am 25,12., während der kleinen Regenzeit. Während dies er Zeit haben wir Weihnachtsferien und wir helfen unseren Eltern bei den verschiedenen landwirtschaftlichen Tätigkeiten wie dem Transport von Mist und Kompost. Wir suchen auch Gras für die Kühe, Ziegen, Schafe, Kaninchen und Schweine. Bei uns gibt es auch das Osterfest, das im Monat April liegt, in dem Monat, in dem auch die Zeit der Staatstrauer für den Völkermord ist. Dies führt dazu, dass einige Kinder sich auch in dieser Zeit um den Haushalt kümmern.
-Jacqueline: Ich bin ein Mädchen und lebe mit meiner großen Schwester zusammen, die 18 Jahre alt ist. Ich bin Waisenkind, ohne Vater und Mutter. Aus diesem Grunde ist mein Leben schwierig. Wie hilft man den Waisenkindern bei euch?
-Bosco: Bei uns im ersten Schulzyklus, das heißt in der 1.,2. und 3. Klasse, haben wir im Klassenraum eine Doppelbesetzung. Die einen Schüler kommen am Vormittag, die anderen am Nachmittag. Bei uns zu Hause sind wir zwei Brüder und eine Schwester. Wir teilen uns immer die Hausarbeit. Unsere Familie lebt nahe dem See Kivu in einer Hütte mit zwei kleinen Zimmern. Unsere Hütte ist mit trockenem Gras bedeckt, was dazu führt, dass wir, wenn es regnet, nicht mehr gut schlafen können.
-Jean: Ich bin ein begeisterter Fußballspieler. Ich grüße alle Fußballspieler bei euch.

Am Ende unseres Briefes, liebe Freunde der2. Klasse, wollen wir euch sagen, dass wir euch gerne mit unseren eigenen Augen sehen wollen. Kommt uns doch besuchen. Wir erwarten euch.

Die Schüler der Klasse 2a der Grundschule von Karengera
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Post aus Dietersheim/Sponsheim Juli 2006

Liebe Kollegen, liebe Schüler,

Vielen Dank für die vielen schönen Fotos und die wunderschönen Schülerarbeiteno die Sie uns zugeschickt haben. Unsere Schüler waren sehr beeindruckt von der hohen Qualität der Zeichnungen, vor allem der Landkarten.
In diesem Jahr haben wir wieder an der ,,Aktion Tagwerk" teilgenommen. Wir haben einen Solidaritätsmarsch veranstaltet um Spenden für die Unterstützung Ihrer Schule zu sammeln. Für uns war das ein schöner Wandertag, an dem alle 147 Schüler unserer kleinen Schule teil- genommen haben. Wir sind sehr stolz darauf, Ihnen in diesem Jahr einen Betrag von 2000 ? zur Verfügung stellen zu können!
Zur Zeit sind hier alle von der Euphorie, die durch die Fußballweltmeisterschaft in unserem Land verursacht wird, angesteckt. Daher lautete dieses Mal das Motto unseres jährlichen Schulfestes: ,,Die Welt zu Gast in unserer Schule'.. Jede Klasse hatte eine Station zu einer Nation, die an der Fußballweltmeisterschaft teilnimmt aufgebaut und die Kinder konnten zu jeder Nation ein sportliches Spiet machen. Die örtlichen Musikvereine unterhielten Eltern und Großeltern mit Musik und Gesang. Das Fest fand am 0l .07.06 statt. Gibt es an Ihrer Schule auch ein Fest, an dem Schüler, Eltern und Lehrer teilnehmen? Wir würden uns freuen, noch weitere Einzelheiten aus Ihrem Schulalltag zu erfahren, damit wir uns noch besser kennen lernen können. Am 14. 07.06 haben wir den letzten Schultag, Die Kinder bekommen ihre Zeugnisse und danach werden wir sechs Wochen lang Sommerferien haben, bevor das neue Schuljahr beginnt. Nicht nur die Schüler, sondern auch wir Lehrer freuen uns schon darauf, vor allem weil es in letzter Zeit so heiß geworden ist, dass es uns allen schwer ftillt, noch konzentriert zu arbeiten.
Wir haben diesem Brief noch einige Bilder unseres Solidaritätsmarsches und Bilder von der Fußballweltmeisterschaft, sowie einige Schülerbilder hinzugefügt und wünschen Ihnen und Ihren Schülern viel Freude damit.
Mit vielen lieben Grüßen

Das Kollegium der Grundschule Bingen-Dietersheim

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Post aus Ruanda 20.03.2006

Liebe Kollegen,
mit diesem Brief möchten wir Ihnen die besten Grüße senden und unsere große Freude ausdrücken, die Dank unserer Partnerschaft entstanden ist. Sie erlaubt uns unsere Gedanken, unsere Kenntnisse und vor allem unsere Freundschaft zu erweitern.
Wir haben uns sehr gefreut über die Fotos unserer Lehrerkollegen, der Schüler, der hübschen Klassenräume und über die tollen Zeichnungen der Schüler verschiedenen Alters. Im Gegenzug haben wir uns entschieden, Ihnen die Fotos unseres hiesigen Lehrerkollegiums zu senden. Wir senden sie zusammen mit den Fotos der Schüler, die zeigen, wie groß unsere Freude über den letzten uns zugesandten Brief war.
Um uns kennen zu lernen, ist zunächst zu sagen, dass die Grundschule von Karengera 15 Lehrer und einen Schulleiter hat. Es sind 10 Frauen und 6 Männer. Die Schule besteht aus zwei Teilen und zwar der Grundschule Karengera A und Grundschule Karengera-Gitura. Die Gesamtzahl der Schüler beträgt 1170 für das Schuljahr 2006. Unter ihnen sind 235 Waisen und 255 Bedürftige, die ein unglückliches Leben führen (Fehlen von Kleidung, Fehlernährung, Mangel an Schulmaterial. . .).
Unsere Klassen sind überfüllt, da es an Klassenräumen mangelt. Unsere Schule ist so arm, dass wir selbst noch nicht einmal einen Klassenraum bauen können.
Zum Schluss ist es uns sehr wichtig, Ihnen für Ihre Spende zu danken, die wir über das Büro der Partnerschaft von Rheinland-Pfalz erhalten haben. Sie ermöglicht uns 1/3 unseres Problems der Schulbänke und Toiletten (Latrinen) zu lösen.
Für das Lehrerkollegium von Karengera

Etienne Musabyimana

Fotos:
Blatt 1: Lehrer der Grundschule Karengera A, Namen beginnend von links, Schulleiter 2. von Links
Blatt2: Die Schüler und Lehrer freuen sich sehr über die Photos ihrer Kollegen.
Blatt 3: Sie sind froh über die guten Beziehungen, die zwischen den beiden Schulen herrscht.
Die Freude wird durch Tanz und Gesang ausgedrückt ,,Es lebe die Partnerschaft der Grundschulen von Karengera und Dietersheim"
Blatt 4: oben: Grundschule Karengera-Gitura. Die Schultischbänke (siehe oben) wurden dank der Spende unserer Freunde der Grundschule Dietersheim hergestellt. Unten: Grundschule Karengera A. Die Schüler während der 10-Uhr-Pause.
Blatt 5: oben: Zeichnung erstellt von der Grundschule von Karengera mit Wunschblick auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland Unten: Die 6. Klasse mit 65 Schülern.
Blatt 6: Die Schüler in der Pause: Volleyball, Fußball, Volleyball
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